Ernährung

Was muss ich bei der Ernährung meines Vogels beachten?
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Beos zählen zu der Familie der Stare und sind überaus gesellige Tiere, die in freier Wildbahn in kleineren Familienverbänden zusammenleben. Ihre natürliche Verbreitung erstreckt sich über weite Teile des subtropischen Südostasiens, wo sie sich hauptsächlich in den Baumkronen aufhalten. Ihr natürliches Nahrungsspektrum ist sehr vielfältig und beinhaltet reife Früchte, Beeren, kleine Insekten und Würmer.

Zoofachhandlungen bieten eine Vielzahl industriell hergestellter Futtermittel an, die den Bedarf eines Beos decken sollen. Hierbei unterscheidet man zwischen Weichfutter, das aus zerkleinerten tierischen Bestandteilen (kleine Insekten, Mehlwürmer, kleine Krebse), getrockneten Früchten, Eigelb, Honig, und Bäckereierzeugnissen zusammengemischt ist, und Trockenfutter für Beos. Letzteres enthält ebenfalls tierische und pflanzliche Bestandteile, diese werden jedoch im Rahmen der Herstellung gemahlen, gemischt und anschließend unter Druck- und Wärmeeinwirkung gepresst. Solch ein Futter können Sie meist unter der Bezeichnung "Beo-Perlen" im Handel erwerben. Beide Varianten sollten vor der Verfütterung in Wasser eingeweicht bzw. gequollen werden. Hierbei ist eine "Einweichzeit" von ca. 10 min ausreichend.

Diese Fertigfutter sind allein jedoch nicht ausreichend für eine optimale Versorgung. Sie sollten es daher nicht versäumen, Ihren Beo zusätzlich täglich mit einem reichhaltigen Obstangebot zu versorgen. Birnen, Äpfel, Bananen, Aprikosen und exotischen Früchte (bspw. Feige, Papaya, Ananas, Guave) eignen sich dazu sehr gut - saure und Vitamin C-reiche Früchte eher weniger. Das Obst sollte schnabelgerecht zerkleinert und in einem extra Gefäß gereicht werden. Hin und wieder können sie auch Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz anbieten.

Generell ist zur Beo-Ernährung zu sagen, dass alle angebotenen Komponenten in Maßen, aber möglichst abwechslungsreich verfüttert werden sollten. Bitte beachten Sie, dass feuchte Futter sehr schnell gären oder verkeimen und damit unverträglich werden! Deshalb sollten Sie das Futter mindestens zweimal täglich frisch zubereiten.

Ein ganz wichtiger Aspekt in der Ernährung des Beos ist der Eisengehalt des Futters. Normalerweise wird Eisen aus der Nahrung über den Dünndarm aufgenommen und an verschiedenen Stellen im Körper gebunden. Bei Beos wird Eisen jedoch überwiegend in den Leberzellen gespeichert. Im Laufe der Zeit kann es daher bei einer eisenreichen Fütterung zu einer enormen Einlagerung des Eisens in der Leber und zu entsprechenden Funktionseinbußen bei gleichzeitiger Vergrößerung des Organs kommen. Das Tier wird chronisch krank und magert ab. Betroffene Beos werden meist mit Atemproblemen beim Tierarzt vorgestellt, wenn die Leber bereits so vergrößert ist, dass sie die Atmung behindert. Eine Therapie kann dann höchstens noch die Symptome lindern; Aussicht auf Heilung besteht im Allgemeinen nicht. Um eine Eisenüberversorgung zu verhindern, sollten Sie darauf achten, nur hochwertiges Beo-Futter zu erwerben. Der Eisengehalt sollte höchstens zwischen 40 und 80 ppm ("parts per million", zu deutsch: Teile von einer Million) liegt. Bei bereits betroffenen Tieren darf der Eisengehalt des Futters 40 ppm nicht übersteigen.

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